Saualm: Saukalt und saucool

Es war wohl der bescheidenste Urlaub unseres Lebens – und vermutlich gerade deshalb einer der einprägsamsten. 1988 verbrachte ich mit meinem Vater und meinen zwei älteren Brüdern eine legendäre Woche auf einer einsamen Almhütte auf der Kärntner Saualm. 29 Jahre später durften Manuel und Benjamin mit ihrem Großvater dieses Abenteuer wiederholen und auf fast 1700 Metern Seehöhe in die Almhütte von Brigittes Verwandtschaft einziehen.

Auch wenn in der Zwischenzeit dank Solarpaneel auf dem Dach die Gaslampe zur Glühbirne und dank Regenwassersammlung das Plumpsklo zur Toilette mutiert sind, muss die Woche wirklich beeindruckend gewesen sein, wie Manuels Bericht und Benjamins Zeichnungen beweisen.

Manuels Dank-Brief an Brigittes Verwandte Brigitte & Hansi
Viel größer war die Hütte wirklich nicht …
Das Wasser musste in großen Kanistern von einer Quelle im Wald herbeigeschafft werden. Dazu musste auch eine Kuhweide überquert werden.
Eine abenteuerliche Wanderung führte nicht nur zum abgebildeten Wetterkreuz, sondern mangels Weg (oder Kartenlesequalitäten?) auch mehrmals querfeldein durch die Wälder.
Keine Laserschwerter, nur die im Brief erwähnten (gleich großen) Spritzpistolen!

Eine (kalte) Nacht und einen Tag lang durften wir die Männer-WG besuchen. Davor waren wir aber noch Elisabeths bezaubernde Ex-Kollegin Tanja und ihre entzückende Familie (ihr Mann Erwin ist Kärntens bester Winzer) besuchen. Nicht ganz so entzückend war, dass wir es erstmals geschafft haben, im Trubel der Abreise einen ganzen Koffer in Wien stehen zu lassen. Glücklicherweise zwang uns Hannah auf der kurvigen Pack, für sie frisches Gewand zu suchen – sonst hätten wir das Malheur erst entdeckt, als die Geschäfte schon zu gewesen wären. Hier ein paar Bilder:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.